29. November 2023
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200 Gäste beim 15. „Christoph 45“-Tag

Egal, ob es um die „Leitstelle der Zukunft“, die moderne Versorgung von komplexen Wirbelsäulen- und Beckenfrakturen, das Konzept und die Einsatztaktik eines Notarztes für die Versorgung Neugeborener oder den länderübergreifenden Rettungsdienstbereich zwischen Deutschland und der Schweiz ging: Das Programm beim 15. „Christoph 45“-Tag gefiel den 200 interessierten Gästen.

DRF-Standort Friedrichshafen

Nach dreijähriger pandemiebedingter Pause war die Vorfreude auf den „Christoph 45“-Tag nicht nur beim Team der DRF-Station Friedrichshafen groß. Auch die rund 200 Mitglieder von Rettungs- und Sanitätsdiensten, von Hilfsorganisation, aus Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), sowie Notärzte aus Süddeutschland, Bayern, der Schweiz und aus Lichtenstein lauschten im voll besetzten Auditorium des Klinikums Friedrichshafen den Referenten.

Rettungsleitstelle der Zukunft

Reinhard Stadler, leitender Hubschrauberarzt des „Christoph 45“ führte durch das Programm. Zunächst gab Achim Hackstein, langjähriger Leiter der Leitstelle Haarislee (Schleswig-Holstein), in gewohnt humorvoller Art Einblicke in seine „Leitstelle der Zukunft“-Vision. Danach zeigte Prof. Dr. Ludwig Oberkircher, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Endoprothetik Friedrichshafen-Tettnang anschaulich die Möglichkeiten der modernen Versorgung auch von komplexen Wirbelsäulen- und Beckenfrakturen auf, die am Klinikum Friedrichshafen zur Routine zählen.

Versorgung komplexer Wirbelsäulen- und Beckenfakturen

Im Anschluss stellte Oberarzt Dr. Christian Maier vor, wie ein hochspezialisierter Neonatologe der Klinik für Kinder und Jugendmedizin des MCB Friedrichshafen wird mit dem „Christoph 45“ als schnellem Zubringer zu einer geburtshilflichen Klinik ohne eigene Kinderklinik gebracht wird, um dort kritisch kranken Neugeborenen zu einem guten Start ins Leben zu verhelfen.

Fliegender Kinder-Notarzt

Am Beispiel eines länderübergreifenden Rettungsdienstbereiches zwischen Deutschland und der Schweiz veranschaulichte Hauptmann Reto Trottman von Schutz und Rettung Zürich die Bedeutung des „Next-Best-Prinzip“: Dabei wird unabhängig von Organisation oder Nationalität derjenige aufgeboten, der zuerst die Hilfeleistung erbringen kann. Der Thementag endete mit vielen Lachern, als Dr. Markus Winter, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin des Alb-Donauklinikums Blaubeuren, als Bauchredner auftrat und damit für Begeisterungsstürme sorgte.