03. September 2018 | Friedrichshafen
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Impella – Klitzekleine Herzpumpe für mehr Sicherheit

Kardiologie des Klinikums Friedrichshafen setzt auch auf künstliche Herz-Kreislaufunterstützung für Risikopatienten

Bei der Impella-Prozedur arbeitet ein kleines erfahrenes Team Hand in Hand, das Bild zeigt Claudia Fink (medizinsicher Funktionsdienst), Kardiologe Dr. Rudolf Schiele und Sabine Wilhelm (medizinsicher Funktionsdienst, von links). Bild: MCB
Bei der Impella-Prozedur arbeitet ein kleines erfahrenes Team Hand in Hand, das Bild zeigt Claudia Fink (medizinsicher Funktionsdienst), Kardiologe Dr. Rudolf Schiele und Sabine Wilhelm (medizinsicher Funktionsdienst, von links).

Bild: MCB

Die koronare Herzkrankheit (KHK) des 78-Jährigen ist schwer, die Engstellen oder Verschlüsse in den Herzkranzgefäßen können sein Herz nicht mehr mit genügend sauerstoffreichem Blut und Energie liefernden Nährstoffen versorgen. Eigentlich müsste der Mann umgehend operiert werden, aber sein Allgemeinzustand ist, auch durch seine Parkinsonerkrankung bedingt, schlecht – eine OP ausgeschlossen und gegen die hat sich der Patient eh entschieden…

Unterstützung seines Kreislaufs

„Deshalb behandelten wir den Patienten im Herzkatheter mit Ballon und Stents (perkutane Revaskularisation, PCI) und implantierten ihm zur Unterstützung seines Kreislaufs bei diesem Eingriff ein Mini-Pumpe (Impella)“, erklärt Dr. Rudolf Schiele, Geschäftsführender Oberarzt der Kardiologie des Klinikums Friedrichshafen.

Impella – Klitzekleine Herzpumpe für mehr Sicherheit

Impella - ein kleiner Elektromotor, der nur 6,4 Millimeter groß ist und eine Pumpleistung von fünf bis sechs Litern pro Minute hat, kann für schwerkranke Patienten zum Lebensretter werden: Impella – das kleinste Herzunterstützungssystem der Welt, kann ohne OP im Herzkatheterlabor minimal-invasiv und Patienten schonend implantiert werden.

Zusätzlichen Blutfluss von 2,5 Litern/Minute

Der 78-jährige Patient des Häfler Klinikums wurde mit der Impella, die in seinem Fall einen zusätzlichen Blutfluss von 2,5 Litern pro Minute erzeugte, stabilisiert. Der lebensnotwendige interventionelle Eingriff fand wie geplant statt und der Patient ist inzwischen wohlauf.  

Bisher Behandlung in Herzzentren

Für die Kardiologen des MCB ist die Impella-Prozedur ein neues Verfahren, bisher schickten sie ihre Patienten die durch ihre schweren Erkrankungen kaum noch Reserven haben oder geschwächt sind und deren Herzen mechanische Unterstützung dringend benötigen, in die Herzzentren der Region.

Rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit

Das Klinikum Friedrichshafen hat in die neue Technik investiert, um diese Patienten keinen weiteren Risiken auszusetzen. Das erfahrene Herzkatheter-Team des Klinikums Friedrichshafen ist seit mehr zweieinhalb Jahrzehnten rund um die Uhr und an allen Tagen des Jahres für die Patienten da und jetzt in der Lage, bei schwierigen Prozeduren das Risiko für den Patienten mittels der kleinsten Herz-Lungen-Maschine der Welt zu senken.

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