07. Januar 2021 | Friedrichshafen
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Klinikum Friedrichshafen startet Offene Petition gegen geplante Verlegung des Hubschrauberstandortes

„Christoph 45 bleibt hier!“

Open Petition "Christoph 45 bleibt hier"

Das Klinikum Friedrichshafen geht in die Offensive und macht sich stark gegen die geplante Verlegung des Rettungshubschrauber-Standorts „Christoph 45“ in Richtung Norden.

openPetition - Unterschriftensammlung im Netz

Seit Mitte dieser Woche läuft eine vom Klinikum initiierte openPetition - also eine Unterschriftensammlung im Netz. Innerhalb der ersten 36 Stunden haben sich bereits mehr als 1800 Menschen der Forderung des Klinikums „Christoph 45 bleibt hier!“ angeschlossen.

>> openpetition.de/christoph45bleibt

Viele äußern ihre Meinung

„Das ist ein ganz toller Start, aber wir brauchen noch viel mehr Unterschriften“, so Prof. Dr. Volker Wenzel, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Der Unterschied zu einer herkömmlichen Unterschriftensammlung liegt aber nicht allein in der Geschwindigkeit. Interessant sind auch die Begründungen, die jeder Unterzeichner hinterlegen kann, aber nicht muss. Engagierte Bürger, Betroffene, Rettungskräfte, Mitarbeitende aus Krankenhäusern – viele haben eine Meinung und äußern diese auch.  

Aussagen im gutachten nicht nachvollziehbar

Prof. Wenzel macht sich seit Monaten stark für den Verbleib des Rettungshubschraubers am Klinikum und hat viele plausible und belegbare Argumente gesammelt, die das Fazit des Gutachtens zur Flugrettung in Baden-Württemberg widerlegen. Das baden-württembergische Innenministerium plant, die Empfehlungen des Gutachtens vollumfänglich umzusetzen, „deshalb müssen wir dem Gutachten widersprechen“, so Wenzel. Vor allem die im Gutachten enthaltenen Aussagen zum Wetter beziehungsweise Nebel am Bodensee, die fehlende Betrachtung über den Bodensee als Einsatzgebiet an sich, die Zusammenarbeit in der Vierländerregion, die lange Flugzeit zu maximalversorgenden Uni-Kliniken aber auch die hohen Kosten von rund 7,5 Millionen Euro für eine Verlegung um sieben bis 13 Kilometer gen Norden sind nicht nachvollziehbar.

Gemeinderat und Kreistag stehen hinter den Forderungen des Klinikums

Prof. Wenzel legte die stichhaltigen Argumente des Klinikums vor dem Gemeinderat der Stadt Friedrichshafen dar und vor dem Kreistag des Bodenseekreises. Beide Gremien stehen hinter den Forderungen des Klinikums und bilden gemeinsam mit diesem eine Allianz. Jetzt sind die Einwohner des Bodenseekreises gefragt – Sie können der Forderung „Christoph 45 bleibt hier!“ mit ihrer Unterschrift Nachdruck verleihen.

Zu finden ist die Petition unter: openpetition.de/christoph45bleibt.