07. Mai 2019
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Weitere Methode zum Brustaufbau mit Eigengewebe bei Brustkrebs etabliert

Plastische Chirurgie des MCB wendet alternative Variante an, die besonders für schlanke Frauen infrage kommt

Das Team der Plastischen Chirurgie und Handchirurgie am Campus Bodensee: Dr. med. Michael Ruggaber, Leiter der Sektion Plastische- und Ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie, die zur Klinik für Unfallchirurgie, orthopädische Chirurgie und Endoprothetik Friedrichshafen/Tettnang gehört, und der Oberarzt der Sektion Dr. Dr. Tobias Del Gaudio. Bild: MCB
Das Team der Plastischen Chirurgie und Handchirurgie am Campus Bodensee:
Dr. med. Michael Ruggaber, Leiter der Sektion Plastische- und Ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie, die zur Klinik für Unfallchirurgie, orthopädische Chirurgie und Endoprothetik Friedrichshafen/Tettnang gehört, und der Oberarzt der Sektion Dr. Dr. Tobias Del Gaudio.
Bild: MCB

Die Plastischen Chirurgen des Medizin Campus Bodensee (MCB) nutzen bei der Wiederherstellung der Brust, meist nach einer Krebserkrankung, eine weitere Möglichkeit, um den Frauen mit Brustkrebs eine höhere Lebensqualität und neues Selbstvertrauen zu schenken.

Brustrekonstruktionen mit Eigengewebe

Seit Jahren werden am MCB die Brustrekonstruktionen mit Eigengewebe vorgenommen. Meist, nachdem die Brust bedingt durch eine Krebserkrankung entfernt werden musste. Üblicherweise erfolgen diese Rekonstruktionen durch den freien Transfer eines Bauchhautlappens (DIEP-Lappen), in Ausnahmefällen kann auch ein Rückenmuskel genutzt werden. „Aber bei sehr schlanken Frauen haben wir manchmal das Problem, dass nur begrenztes Eigengewebe zur Verfügung steht. Die alleinige Einlage eines Silikonimplantates ist auch bei diesen Frauen nicht unproblematisch, vor allem wenn noch der Einsatz einer Strahlenbehandlung oder Nikotinabusus hinzukommt, sind Probleme mit einem Silikonimplantat nicht selten“, so Dr. Michael Ruggaber, Leiter der Sektion Plastische- und Ästhetische Chirurgie des MCB. 

Neue Methode für sehr schlanke Patientinnen

Bei sehr schlanken Patientinnen und/oder kleiner Brust kommt nun eine weitere Variante ins Spiel: Ein Muskel-Weichteil-Pakt vom Oberschenkel wird als Füllmaterial für die neue Brust genutzt (TMG-Lappen; transversaler myocutaner gracilis-Lappen). Die Vorteile der Verwendung des Oberschenkelgewebes hat der Spezialist schnell aufgezählt: Es wird körpereigenes Gewebe genutzt, so dass es zu keinen Abstoßungsreaktionen kommt; das Gewebe unterliegt der normalen menschlichen Alterung, auch optisch; Nachoperationen sind an der neuen Brust nur in Ausnahmefällen notwendig und die Narbe am Oberschenkel ist so gut wie nicht zu sehen, fällt selbst im Sommer kaum auf. Zudem ist die Gefäßversorgung des zu übertragenden Muskels recht konstant, was die OP-Zeit verkürzt und damit die Infektionsrate deutlich senkt.

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