02. November 2026
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Spezialist für künstliche Gelenke

Dr. med. Ayhan Gezgin vor dem OP im AMEOS Seeklinikum Friedrichshafen. Bild: AMEOS Seeklinikum Friedrichshafen

Es gibt für mich neben meiner Familie nur die Medizin. Wenn dann noch Zeit übrig bleibt, versuche ich, mich mit etwas Sport fit zu halten“, beantwortet Dr. med. Ayhan Gezgin die Frage nach seinem Freizeitausgleich. Immerhin steht der Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie – Endoprothetik und Wirbelsäule am AMEOS Seeklinikum Friedrichshafen seit vielen Jahren etliche Stunden am OP-Tisch.

Wobei „am OP-Tisch“ nicht ganz korrekt ist, schließlich gibt es im AMEOS Seeklinikum Friedrichshafen mehrere OP-Säle und Dr. med. Gezgin operiert hier erst seit vier Monaten. Dennoch ist der erfahrene Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzbezeichnung Spezielle Unfallchirurgie alles andere als ein Unbekannter in der Region.

Erfahrener Experte für die Region

2010 wechselte er aus Kempten als Oberarzt für Unfallchirurgie an das Krankenhaus 14 Nothelfer Weingarten – wo es bis dahin nur eine Klinik für Chirurgie gab, in der der Chefarzt „alles operierte“ – und spezialisierte sich dort auch auf künstliche Gelenke (Endoprothetik). Nach der Schließung des Weingartner Krankenhauses, in dem Dr. med. Gezgin 1973 geboren wurde, wechselte er als Oberarzt in die Klinik Tettnang. Dort arbeitete er sehr gerne mit den Chefärzten Dr. med. Edmund Weber und später Dr. med. Christian Grasselli sowie den Kolleginnen und Kollegen zusammen – bis zur Schließung der Klinik im Sommer 2026, wo er am vorletzten Tag noch einen gebrochenen Arm operierte.

Neues Team und gelebte Vielfalt

Seit Juli ist Dr. med. Gezgin einer der sechs Oberärzte der Unfallchirurgie im AMEOS Seeklinikum Friedrichshafen und ist gut im Team von Chefarzt Prof. Dr. med. Ludwig Oberkircher aufgenommen worden. Zudem bietet er weiterhin an zwei Tagen in der Woche Sprechstunden im MVZ der OSK Ravensburg an. „Durch meine dienstliche Reise durch die Region bin ich interkulturelles Arbeiten in verschiedenen Krankenhäusern gewohnt“, schmunzelt der 53-Jährige.

Interkulturell ist ein gutes Stichwort: Auf seine Wurzeln angesprochen, verrät der Familienmensch, dass sein Opa 1968 als einer der ersten Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland kam und etwas später seinen 16-jährigen Sohn – Dr. med. Gezgins Vater – nachholte. Dieser absolvierte dann als eines der ersten „Gastarbeiter“-Kinder in Deutschland eine Elektrikerausbildung und holte danach seine Frau nach Deutschland, um in Weingarten eine Familie zu gründen.

Patientenvortrag am 17. Februar

„Wir freuen uns sehr, einen so erfahrenen Unfallchirurgen und Endoprothetiker im Team zu haben“, sagt Prof. Dr. med. Ludwig Oberkircher. Wer Dr. med. Gezgin kennenlernen möchte, hat dazu Gelegenheit am Mittwoch, 17. Februar, im Rahmen der neuen Patientenvortragsreihe „AMEOS Medizinforum“ im Vortragssaal 1 der VHS Friedrichshafen.