Andrea Nachtrodt verstärkt Seelsorgeteam
Klinikum Friedrichshafen begrüßt neue evangelische Seelsorgerin
Seit Anfang Juni arbeitet Pfarrerin Andrea Nachtrodt als evangelische Klinikseelsorgerin am Klinikum Friedrichshafen. Im Verbund mit dem katholischen Diakon Dr. Thomas Borne ist sie Ansprechpartnerin für alle Menschen im Krankenhaus, unabhängig von deren Konfessions- und Religionszugehörigkeit. Bevor sie ihr neues Amt antrat, hat die neue Seelsorgerin im Rahmen eines vierwöchigen Pflegepraktikums sämtliche Stationen des Klinikums kennengelernt und viele wertvolle Eindrücke gewinnen können, wie sie bei der Begrüßungsfeier im Kreis von Chefärzten, Pflegedienstleitung und Abteilungsleitern berichtete.
Wunschberuf Klinikseelsorgerin
„Wir freuen uns darauf, mit Ihnen zusammenzuarbeiten und von Ihrer Expertise zu profitieren“, hieß Pflegedirektorin Claudia Keller die neue Klinikseelsorgerin willkommen.
Nach ihrem Studium der Theologie in Heidelberg und Tübingen hat die gebürtige Bielefelderin Andrea Nachtrodt zuletzt fünf Jahre als Gemeindepfarrerin in Tamm bei Ludwigsburg gearbeitet und sich zudem für die klinische Seelsorge weiterqualifiziert. Es sei schon immer ihr Wunsch gewesen, als Klinikseelsorgerin zu arbeiten, hatte Andrea Nachtrodt schon bei ihrer Investitur in der Friedrichshafener Schlosskirche verraten.
Existentielle Fragen
„Wozu braucht es uns?“ fragte Diakon Dr. Thomas Borne in seiner Begrüßungsrede, schließlich seien Kirchenvertreter heutzutage längst nicht mehr selbstverständlich. Der Erfolg ihrer Arbeit sei nicht messbar. Dennoch könnten Seelsorger eine wichtige Hilfestellung bei der Beantwortung existentieller Fragen wie „Woher kommen wir? Wohin gehen wir?“ geben. Räume zu schaffen, um Fragen dieser Art erstmal ganz in Ruhe zu stellen, dafür seien die Klinikseelsorger da. „Wie gehe ich mit meiner Angst vor dem Tod um? - Genau dafür sind wir da. Für alle Fragen, die nichts mehr mit medizinischen Dingen zu tun haben“, erklärte Diakon Borne.
Demut und Neugier
Von einer „warmen Willkommensstimmung“ im Haus berichtete Andrea Nachtrodt, die während ihres Pflegepraktikums bereits viele schöne Begegnungen hatte und sich beeindruckt von der wertvollen Arbeit der Pflegekräfte zeigte. „Es ist enorm, was sie hier leisten. Es ist wichtig, dass wir alle interdisziplinär zusammenarbeiten“, erklärte die Pfarrerin. Gleichzeitig betonte sie, dass sie nicht nur für Patienten und deren Angehörige zuständig sei, sondern auch für alle Mitarbeitenden des Klinikums. Die Arbeit mit Menschen sei für sie ein Privileg - deren Lebensgeschichten zu hören, sie begleiten zu dürfen: „Das macht mich neugierig und demütig. Ich freue mich auf die Begegnungen. Ich bin neugierig auf Sie alle“, erklärte Andrea Nachtrodt.