Regionales Traumazentrum des Klinikums Friedrichshafen rezertifiziert
Exzellente Versorgung Schwerverletzter
„Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge auf der B 31, mehrere zum Teil Schwerverletzte, hoher Sachschaden“, oder auch „80-Jähriger von LKW überrollt, wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht“ – Meldungen wie diese gehören fast zum Alltag. Viele Menschen horchen kurz auf, sind vielleicht auf derselben Straße unterwegs und vom Stau betroffen oder sogar Augenzeugen des Unfalls.
Versorgung im regionalen Traumazentrum Friedrichshafen
Polizei, Notarzt, Rettungswagen oder Hubschrauber sind im Einsatz – und dann? Dann werden die Verletzten im besten Falle in einem regionalen Traumazentrum mit hoher unfallchirurgischer Expertise versorgt. So wie jetzt im erneut, zum sechsten Mal zertifizierten regionalen Traumazentrum des Klinikums Friedrichshafen. Hier kümmern sich Experten rund um die Uhr um Polytraumata. Hier wurden die Schwerverletzten des Auffahrunfalls auf der B 31 versorgt und auch die schwere Beckenverletzung des 80-jährigen Mannes behandelt.
Starkes Netzwerk für optimale Versorgung
Im Traumanetzwerk Oberschwaben-Bodensee arbeiten das Häfler Regionale Traumazentrum unter Leitung von Prof. Dr. Ludwig Oberkircher und das Überregionale Traumazentrum der OSK Ravensburg unter Leitung von Prof. Dr. Jörg Zwingmann eng zusammen. Sie organisieren beispielsweise Fortbildungsveranstaltungen und Netzwerk-Treffen, um den Austausch mit allen teilnehmenden Kliniken zu stärken.
Strenge Anforderungen für die Zertifizierung
Trauma-Zentrum oder Trauma-Netzwerk-Klinik kann sich nicht jede unfallchirurgische Klinik nennen: Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) auditiert in den entsprechenden Kliniken seit annähernd 15 Jahren die Prozess- und Strukturqualität der Versorgung von schwerverletzten Patienten. Ziel der DGU ist es, für jeden Schwerverletzten zu jeder Zeit und in gleicher Qualität das Überleben und die spätere Lebensqualität zu sichern.
Medizinische Infrastruktur als Schlüssel zum Erfolg
Voraussetzungen dafür sind beispielsweise die simultane Versorgung von zwei Schwerverletzten, ein gut erreichbarer Schockraum, ein CT und ein Operationssaal in unmittelbarer Nähe sowie eine entsprechend ausgestattete Intensivstation.