02. März 2026
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Tettnanger Geburtshilfe endet am 30. März

Die Veröffentlichung der strategischen Vorstellungen der drei Bieter im MCB-Markterkundungsverfahren hat nun die ersten Konsequenzen: Da kein Konzept eine Fortführung der Geburtshilfe in der Klinik Tettnang vorsieht, haben die zwölf Beleghebammen um die Aufhebung ihrer Verträge zum 1. April 2026 gebeten.

20 Jahre Beleghebammen-Modell

Seit etwa 20 Jahren haben die Tettnanger Hebammen das Beleghebammen-Modell erfolgreich mit Leben erfüllt. „Wir danken den Hebammen für die jahrelange hervorragende Zusammenarbeit und hochwertige geburtshilfliche Versorgung der werdenden Mütter“, sagt Dr. Jan-Ove Faust, Geschäftsführer der Klinik Tettnang. Die Aufhebung des Vertrages erfolgte in enger Abstimmung mit den Beleghebammen.

In den vergangenen Jahren begleiteten die Tettnanger Beleghebammen viele Geburten. Im Tettnanger Geburtenrekordjahr 2021 wurden 952 Neugeborene im Kreißsaal gezählt – in den vergangenen Jahren sank die Zahl langsam und war in den vergangenen Monaten deutlich rückläufig. 

„Trotz einer stets konstruktiven Zusammenarbeit mit dem MCB auf Geschäftsführer- sowie Pflegedienstleitungsebene ist es uns unter diesen Rahmenbedingungen leider nicht möglich, den Betrieb als Beleghebammen weiterzuführen“, erklären die zwölf Hebammen.

Werdende Eltern, die sich für den Kreißsaal der Klinik Tettnang entschieden haben, finden in Wangen, Ravensburg, Lindau und Friedrichshafen kompetente Geburtshilfeteams. Mit der Schließung des Tettnanger Kreißsaals endet auch das Angebot der Elternschule an der Klinik Tettnang, deren Kurse von den Hebammen organisiert und auch geleitet wurden.

Gynäkologie und Beckenbodenzentrum Tettnang vorerst nicht betroffen 

Die Klinik für Gynäkologie an sich und das zertifizierte Beckenbodenzentrum der Klinik Tettnang sind von der Schließung vorerst nicht betroffen. Weiterhin gibt es in der Klinik Tettnang die Unfallchirurgische Notaufnahme, die Allgemein- sowie die Unfallchirurgie und die HNO-Abteilung.