„10 Millionen! Du auch?"
Inkontinenz wird noch immer verharmlost, dabei ist etwa jede neunte Person in Deutschland betroffen. Mit der Aktionswoche „10 Millionen! Du auch?“ sollen Betroffene über die vielfältigen Therapiemöglichkeiten bei Beckenbodenfunktionsstörungen und Inkontinenz informiert werden – so auch am Freitag, 19. Juni, von 15 bis 18 Uhr im Klinikum Friedrichshafen (Auditorium).
Diverse Therapien
Etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland leben mit Inkontinenz oder Beckenbodenfunktionsstörungen – viele ohne angemessene medizinische Versorgung. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft macht auf bestehende Versorgungsdefizite aufmerksam und setzt sich dafür ein, Inkontinenz stärker gesundheitspolitisch zu verankern. Diese Aktionswoche hat weltweit das Ziel, Betroffene über die vielfältigen Therapiemöglichkeiten bei Beckenbodenfunktionsstörungen und Inkontinenz zu informieren und zugleich zu ermutigen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Von dieser Erkrankung sind alle Altersstufen betroffen.
Vier Vorträge
„Inkontinenz wird noch immer verharmlost, dabei ist etwa jede neunte Person in Deutschland betroffen – oft mit erheblichen Einschränkungen im Alltag“, sagt Dr. Claus Fieseler, einer der drei Chefärzte der Klinik für Urologie, Initiator und Moderator der Informationsveranstaltung im Klinikum. Er hält auch den ersten der vier Vorträge: „Harninkontinenz - Formen der Harninkontinenz bei Mann, Frau und Kindern“, bevor Dr. Carmen Kremmler über „Da wird die Blase faltenfrei - BOTOX bei überaktiver Harnblase / ÜAB“ spricht. Urologie-Oberarzt Maximilian Lenhart thematisiert in seinem Vortrag den „Krieg der Bänder - Welche Operation, welches Band bei Belastungsinkontinenz?“ und zum Abschluss wird Dr. Wilhelm Esser-Bartels über „High Tech in der Urologie - Einsatz des OP Roboters Da Vinci beim Blasen- oder Scheidenvorfall“ sprechen. Im Anschluss an die Vorträge stehen alle Referenten für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Wir sind für alle Betroffenen da. Inkontinenz hat eine 80- bis 90-prozentige Heilungschance. Der erste Schritt ist hier ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir wollen Betroffenen Mut machen, diesen ersten Schritt zu tun. Außerdem geht es uns darum, dass die Betroffenen mehr Informationen zu Ihrer Erkrankung erhalten.“, sagt Dr. Fieseler.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.